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Sturm „Zeynep“: So entstand das Orkantief – so hoch wird der Gesamtschaden geschätzt

Der Sturm „Zeynep“ war einer von vier heftigen Sturmtiefs seit Jahresbeginn. Entstanden über dem Atlantik hinterließ er fast eine Milliarde Euro Gesamtschaden.

Vergangene Woche ist das Orkantief Zeynep auf das europäische Festland getroffen. Der Sturm war in nahezu ganz Deutschland zu spüren, aber vor allem in Norddeutschland richtete der Sturm fatale Schäden an. Es gab Verletzte und sogar Tote. Die auf die Versicherungswirtschaft spezialisierte Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) geht von einem Gesamtschaden von 900 Millionen Euro aus.

Sturm „Zeynep“ entstand aufgrund eines starken Jetstreams

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) profitierte Zeynep von einem gewaltigen Energiereservoir. Dieses wurde aus der Dynamik eines ungewöhnlich starken Jetstreams und der Wärme der südlich der Polarfront lagernden, sehr feuchten Subtropikluft gespeist. Durch einen hohen Abfall des Luftdrucks waren den DWD-Informationen zufolge die Bedingungen einer sogenannten „Rapiden Zyklogenese“ erfüllt. Darunter versteht man eine Tiefdruckverstärkung oder -entstehung. Mit „Rückenwind“ des Jetstreams raste der Orkan zuerst auf die britischen Inseln und in weitere Folge auf das Festland zu.

Mecklenburg-Vorpommern: Hälfte des jährlichen Holzeinschlags zerstört

Alleine Mecklenburg-Vorpommern meldet nach den vier Stürmen seit Jahresbeginn eine Million Festmeter Schadholz. „Der Trockenstress der letzten Jahre hatte die Bäume bereits geschwächt. Nun haben wir zwar endlich wieder genug Regen, doch der Boden ist derart gesättigt, dass die angegriffenen Bäume sich nicht mehr halten konnten“, so Agrarminister Till Backhaus. Das Schadholz muss möglichst schnell entfernt werden, um eine Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern.