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Äpfel: So entsteht Sonnenbrand und diese Maßnahmen helfen dagegen

Durch Sonnenbrand werden Apfel-Erträge erheblich reduziert. Das Julius Kühn-Institut empfiehlt mehrere Maßnahmen gegen die Schäden.

Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit haben Thüringens Apfel-Betriebe mit Sonnenbrand auf den Früchten zu kämpfen. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur, der unter anderem vom landwirtschaftlichen Informationszentrum Proplanta veröffentlicht wurde, sei schätzungsweise ein Viertel der erwarteten Ernte betroffen. Alleine die Kindelbrücker Obstbau-Genossenschaft geht dem Bericht zufolge von 1.400 Tonnen verbrannter Äpfel aus. Die geschädigten Früchte sind nicht an den Handel verkäuflich und werden zu Most verarbeitet – ein Verlustgeschäft.

Wie entsteht Sonnenbrand bei Äpfeln?

Laut wetter.de verfärbt sich die sonnenzugewandte Seite des Apfels braun, wenn die Frucht-Temperatur 47 Grad Celsius erreicht. Experten sprechen von einem leichten Sonnenbrand oder einer Sonnenbrandepidermis. Bei höheren Temperaturen kommt es zu einer Nekrose. Dabei stirbt das Gewebe der Frucht ab. 

Maßnahmen gegen Sonnenbrand

Das Julius Kühn-Institut (JKI) hat Maßnahmen geprüft, die Sonnenbrand verhindern oder reduzieren können. Demnach kann eine Kaolin-Spritzung auf die Früchte helfen. Dabei handelt es sich um ein weißes Tonmineral. Der Schutzfilm reflektiert die Sonnenstrahlen und mindert so die Anfälligkeit. Des Weiteren empfiehlt das JKI eine klimatisierende Beregnung. Durch die Verdunstungskälte werden die Äpfel gekühlt. Allerdings ist dabei der hohe Wasserbedarf ein Nachteil. Und das Wasser darf nicht zu salzhaltig sein, da das Salz die Bäume beschädigen kann. Wind ist ein natürlicher Schutz. Schon kleine Brisen führten zu einer messbaren Abkühlung der Früchte, so das JKI.

Pflanzenschutzmittel machen die Äpfel übrigens anfälliger für Sonnenbrand, vor allem wenn Schwefelpräparate vor einer heißen Wetterlage ausgebracht werden.

Foto: Hans/pixabay.com (Symbolbild)