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Herbst und Winter: Deshalb ist es trotz Hochdruck oft düster

Trotz Hochdruckgebiet tut sich im Herbst und Winter die Sonne schwer, durchzukommen. Das hat einen Grund.

  • Die Ursache für graues Wetter trotz Hochdruckgebiet
  • Inversionswetterlagen sind typisch für die kalte Jahreszeit
  • So entsteht eine Inversionswetterlage im Herbst und Winter

Herbst- und Winterwetter verbindet man mit trübem Grau und das nicht zu Unrecht. Selbst oder gerade bei ausgedehnten Hochdrucklagen ist in den Herbst- und Wintermonaten kein Sonnenschein garantiert. Grund dafür ist laut WetterOnline die so genannte Inversionswetterlage. 

Deshalb nehmen wir im Herbst und Winter die Luft grau wahr

Während im Sommer ein Hochdruckgebiet für Sonne und leuchtende Farben sorgt, bleibt es in der kalten Jahreszeit meist grau in grau. „Das ist ganz typisch für den Herbst. Es entsteht nämlich eine sogenannte Inversion, eine Temperaturumkehr in der Höhe, in deren Bereich sich oft dichter Hochnebel hält“, erklärt Björn Goldhausen, Meteorologe bei WetterOnline.

So entsteht eine Inversion

Gerade im Herbst und Winter kommt es oft zu Inversionswetterlagen. Grau ist deshalb auch der Farbeindruck Nummer eins, wenn man an die kalte Jahreszeit denkt. Dabei kann es bei Hochdrucklagen oberhalb der Wolken durchaus sonnig und hell sein. Wir sehen es nur in der Regel nicht. In den immer länger werdenden Nächten gibt die Erde fortwährend Infrarot- beziehungsweise Wärmestrahlung ab und es sammelt sich kalte, schwere Luft am Boden. Die Abkühlung der darüber liegenden Luftschichten setzt sich aber nur bis zu einer bestimmten Höhe fort. Darüber sinkt die Luft in einem Hochdruckgebiet aus großer Höhe nach unten ab und erwärmt sich dabei. Das heißt, dass es mit zunehmender Höhe wärmer statt wie normalerweise kälter wird. Es kommt also zu einer Temperaturumkehr – deshalb die Bezeichnung Inversion (inversare, lat. für Umkehrung).

Dort wo die Grenze, also der Umkehrpunkt zwischen warmer und kalter Luft ist, entsteht dabei eine Art Sperrschicht aus Nebel oder Dunst. Diese Schicht lässt den Sonnenschein nur bedingt durch. Physikalisch gesehen unterscheiden sich Nebel und Wolken übrigens nicht. Allein die Höhe bestimmt, ob wir von Nebel oder Wolken sprechen. Über dieser Sperrschicht jedoch scheint die Sonne. Deshalb kann man oftmals im Gebirge auf ein wahres Wolkenmeer blicken.

Foto: Albrecht Fietz/pixabay.com